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Kraftstoffverbrauch

Der Umweltbelastung, die wir durch unsere 450 Dienstfahrzeuge und 400 LKW zur tagtäglichen Beratung und Versorgung unserer Kunden zu verantworten haben, sind wir uns bewusst.

Aus diesem Grund investiert die Unternehmensleitung große Summen in eine moderne Fahrzeugflotte, Tourenoptimierung, Eco-Fahrertrainings für die Kraftfahrer u.v.m. mit dem Ziel, Kraftstoff zu sparen.

Der überwiegende Großteil der LKW-Flotte entspricht mittlerweile der Euro 5 Norm (durchschnittlich ca. 70%) bzw. der Euro 4 Norm (durchschnittlich ca. 23%). Der Austausch älterer Fahrzeuge erfolgt schrittweise mit Erreichen einer vorgegebenen Kilometerlaufleistung. Des Weiteren setzen wir vier Hybrid-LKW verschiedener Hersteller ein, um sie auf Herz und Nieren zu testen und herauszufinden, ob sich diese innovative Antriebstechnik auch im Logistikalltag bewährt. Inwiefern sich der Einsatz dieser Fahrzeuge auch in unseren Energieverbrauchszahlen niederschlagen wird, werden wir in Kürze quantifizieren können. Laut Aussagen unserer Hersteller kann eine 10%ige Kraftstoffeinsparung erzielt werden.

„Wir sind überzeugt, dass wir mit den LKWTests einen wichtigen Beitrag leisten können, um die Entwicklung umweltfreundlicher Logistiklösungen voranzutreiben.“

Ein weiterer Einflussfaktor im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch ist die Zahl der Kilometer, die jedes Fahrzeug täglich zurücklegt. Um die LKW maximal auszulasten und die Strecken optimal zu planen, wurde an verschiedenen Standorten in hochspezialisierte Software investiert. Gute Erfahrungen haben wir darüber hinaus mit Schulungen unserer Kraftfahrer zur sparsamen und sicheren Fahrweise erzielt. Nicht zuletzt wurde das Controlling und Benchmarking im Logistikbereich kürzlich durch einen erfahrenen Spezialisten verstärkt. Der Kraftstoffverbrauch verhält sich äquivalent zum Umsatzwachstum und wird zudem durch die deutlich erhöhte Anzahl an Kleinstlieferungen (+ 4,3%) beeinflusst.

„Neben unserer Fuhrlogistik ist auch die PKW-Flotte eine entscheidende Einflussgröße für den Kraftstoffverbrauch.“

Unsere Außendienst-Fachberater, die in der Vergangenheit als Generalisten gebietsweise tätig waren, wurden zu Branchenspezialisten im gesamten Liefergebiet entwickelt: für das Gastgewerbe, Gesundheitswesen, die Gebäudereinigung bzw. die Industrie. Dadurch können unsere Kunden noch individueller und professioneller beraten werden.

Diese grundsätzliche Neuausrichtung des Vertriebs wurde bundesweit seit Ende 2010 schrittweise vollzogen und führt gezwungenermaßen zu weiteren Wegstrecken und damit mehr Kraftstoffverbrauch.

Um dem entgegenzuwirken, haben wir im PKW-Bereich durch verschiedene Grundsatz- und Investitionsentscheidungen wichtige Weichen gestellt. Allein circa 180.000 Euro haben wir seit 2010 in ein Videokonferenzsystem an 15 igefa-Standorten in Deutschland investiert, um Kraftstoff, Zeit und Geld für Geschäftsreisen zu sparen.

Aufgrund fehlender Vergleichswerte kann keine zahlenmäßige Aussage über die Kraftstoffeinsparungen durch das Videokonferenzsystem getroffen werden; die Vorteile liegen jedoch auf der Hand (siehe Grafik).

Des Weiteren haben wir entschieden, nur noch kraftstoffsparende PKW der Effizienzklassen A+, A bzw. maximal B zu beschaffen, um auf diese Weise mittelfristig den CO2-Flottendurchschnitt in der igefa zu reduzieren.

Auch die Besuchsplanung des Außendienstes spielt eine entscheidende Rolle für die Kilometerlaufleistung der Fahrzeuge und damit für den Kraftstoffverbrauch. Hier konnten wir feststellen, dass die Beratung am Telefon von vielen Kunden als Alternative zum persönlichen Besuch angenommen wird. Aus diesem Grund haben wir den aktiven Telefonverkauf, d.h. die Fachberatung am Telefon, erfolgreich ausgebaut. Der Kunde wird weiterhin intensiv betreut, der Außendienst aber kann seine Effizienz steigern, was sich in der Betrachtung der gefahrenen Kilometer pro Kunde bemerkbar macht.

Parallel werden Softwareprogramme zur Routenoptimierung für den Außendienst getestet, wobei ein abschließendes Ergebnis noch nicht vorliegt.