Unterwegs auf Deutschlands Straßen

Pro Tag erreichen 450 Fachberater über 2.500 Kunden und schnüren mit ihnen individuelle Produkt- und Dienstleistungspakete, optimieren Prozesse, führen Schulungen durch und vieles mehr.

Gleichzeitig sind etwa 400 Kraftfahrer mit beladenen LKWs auf dem Weg zu 9.000 Kundenabladestellen, um diese mit den gewünschten Produkten dort zu versorgen, wo sie gebraucht werden. Dass mit diesen Dienstleistungen Umweltbelastungen verbunden sind, ist uns sehr wohl bewusst. Immerhin werden 12 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland durch den motorisierten Individualverkehr (PKW und LKW) verursacht. [1]

Es gilt, die Kraftstoffverbräuche und damit verbundenen Emissionen unter Kontrolle zu halten und zugleich jeden gefahrenen Kilometer bestmöglich zu vertreten. Die Eichler-Kammerer Unternehmensgruppe mit Niederlassungen in Frankfurt am Main, Heidelberg und Leipzig hat gezeigt, wie konsequent gelebte strenge CO2-Grenzen bei der PKW-Beschaffung den Flottendurchschnitt in wenigen Jahren drastisch senken können, zum Beispiel in Heidelberg von 155 g/km in 2011 auf 123g/km Ende 2014.

Der durchschnittliche PKW-Flotten-CO2-Wert der igefa gesamt liegt per Ende 2014 mit 132,5 g/km knapp unter dem Deutschlandschnitt der Neuzulassungen (132,8 g/km) [2], obwohl sich auch ältere Fahrzeuge in unserer Flotte befinden.

Die Anschaffung kraftstoffsparender PKW ist bei uns schon lange gelebte Praxis und wir erreichen mit unserem älteren Fuhrpark den heutigen Schnitt eines Neuwagen-Fuhrparks. Dies wurde in 2011 durch eine PKW-Richtlinie noch untermauert: Es dürfen nur noch PKW der Effizienzklassen A+, A beziehungsweise maximal B angeschafft werden.

Ein Feedback zu unserem letzten Nachhaltigkeitsbericht war, dass für die Umwelt wichtiger als die Einstufung nach Energieeffizienzklassen der tatsächliche Schadstoffausstoß sei. Inzwischen wurden CO2-Grenzen auch in der igefa Zentrale (2014) sowie im Kruse Firmenverbund (Januar 2015) verabschiedet. Weitere Gruppen knüpfen hieran an und setzen bereits die ersten Fahrzeuge ein, die zu den modernsten ökologischen Modellen zählen.

„Noch lassen sich Elektro- oder Hybrid-Fahrzeuge aufgrund der Ein-Prozent-Regelung für die Mitarbeiter nicht wirtschaftlich darstellen. Hier ist die Gesetzgebung gefragt“, so Aurelia Vesper, langjährige Qualitätsmanagementverantwortliche bei der Eichler-Kammerer Unternehmensgruppe. Aktuell versteuern Mitarbeiter ein Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs als geldwerten Vorteil. Hinzu kommt die Versteuerung des Arbeitswegs zu herkömmlichen Verbrauchskosten. Die ersten Energietankstellen sind dennoch im Zuge der An- beziehungsweise Neubauten an den Standorten Frankfurt, Bremen, Malterdingen und Saarbrücken bereits installiert.

Energietankstelle in Büttelborn

Auch die Modernisierung der LKW-Flotte ist ein kontinuierlicher Prozess, in den die Unternehmensleitung große Summen investiert. Zum Ende des Berichtszeitraums entsprechen bereits etwa 60 Prozent der LKW-Flotte der Euro 5 beziehungsweise Euro 6 Norm und ca. 30 Prozent der Euro 4 Norm. Der Austausch älterer Fahrzeuge erfolgt weiter schrittweise mit Erreichen einer vorgegebenen Kilometerlaufleistung.

Der mehrjährige Test von vier Hybrid-Fahrzeugen im LKW-Bereich hat laut Herstelleraussagen bisher folgende Erkenntnisse gebracht: „Der Nachweis der Serientauglichkeit von Hybridantrieben in Nutzfahrzeugen konnte erbracht werden. Für die nächste Generation Hybrid ist die wirtschaftliche Darstellung das Ziel. Unterstützt werden soll dies durch staatliche Förderungen und die Vorteile, die das neue CO2-Gesetz mit sich bringt. “Bis dahin suchen wir in der igefa weiter nach sparsamen, kaufmännisch vertretbaren Alternativmodellen.

Auch bei der besten Technologie ist der Kraftstoffverbrauch abhängig von der Anzahl der Kilometer, die jedes Fahrzeug täglich zurücklegt. Um die LKW maximal auszulasten und die Strecken optimal zu planen, wird an fast allen Standorten hochspezialisierte Tourenplanungssoftware eingesetzt. Darüber hinaus waren die Standortzusammenlegungen in Schleswig-Holstein und in Bayern und die damit verbundene Wegeoptimierung durch Bündelung von Lieferungen ausschlaggebend für die Senkung des Kraftstoffverbrauchs in 2014 auf das Niveau von 2011 – trotz Umsatzwachstums in Höhe von kumuliert über 11 Prozent.

Im PKW-Bereich bewegen wir uns hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs sogar unter dem Niveau von 2011.

Nachdem die Spezialisierung im Außendienst auf Kundensegmente zu größeren Besuchsgebieten und damit zu längeren Strecken und zunächst mehr Kraftstoffverbrauch geführt hatten, konnten eine bewusstere Besuchsplanung, die Unterstützung von aktiven Telefonverkäufern und ganz besonders die Modernisierung des Fuhrparks entgegenwirken.

In Planung:

Mit dem Upgrade des Warenwirtschaftssystems in 2015 wird ein Software-Tool zum Einsatz kommen, das anzeigt, welche Kunden in der Nähe der aktuell zu besuchenden Kunden liegen, so dass diese gegebenenfalls auch angefahren werden können. Auf diese Weise sollen gefahrene Strecken mit einem größeren Nutzen verbunden werden.

 

 

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[1] Deutsche Energieagentur (DEnA)

[2] Durchschnitt CO2-Flottenemissionen Neuzulassungen nach Center of Automotive Management-Studie [CO2-Trends im Vergleich der globalen Automobilhersteller 2014 (Referenzmarkt Deutschland), 21.01.2015]

 

Ansprechpartner

Julia Del Pino ist verantwortlich für den Bereich Nachaltigkeit bei der igefa
JuliaDel Pino
Rat für Nachhaltigkeit (Vors.)

igefa Zentrale

Henry-Kruse-Straße 1
16356 Ahrensfelde
Deutschland
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