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igefa-Auszubildende unterstützen die Arche in Berlin-Hellersdorf

Thomas BurtschakAhrensfelde
Der 27. November 2017 stand bei der igefa ganz im Zeichen des gemeinnützigen Engagement: 18 Auszubildende der Zentrale sowie der Berliner Niederlassung Hildebrandt & Bartsch nahmen sich einen Tag Zeit, um bei der Arche am Standort Berlin-Hellersdorf anzupacken und Kindern eine Freude zu bereiten.

Für einen neuen Mitarbeiter der Arche sollte eine zirka 120 Quadratmeter große Wohnung entkernt werden. Die Wohnung befindet sich direkt am Arche-Standort in einem ehemaligen Schulgebäude. 

Die Nähe ist wichtig, weil der Sozialpädagoge dort auch 24-Stunden-Notdienste übernehmen wird. Ein Großteil der Azubis schnappte sich deshalb Spachtel und Leiter, um die in die Jahre gekommene Tapete von den Wänden zu entfernen. Als PSA-Spezialist rückte man natürlich mit entsprechender Schutzausrüstung an.

Und während die einen sich mit robusten Schutzhandschuhen vor hartnäckigem Tapetenleim schützten, verwendeten die anderen aus hygienischen Gründen dünnere Schutzhandschuhe. Der Grund: Einige Azubis wollten am Nachmittag gemeinsam mit den Kindern Plätzen ausstechen, verzieren und diese anschließend in den Ofen schieben. Daher musste am Vormittag bereits der Teig vorbereitet werden. Diese Vorarbeit sollte sich auszahlen, denn das Gedränge an den Tischen war groß, als die Kinder nach der Schule in die Arche kamen. Die Kids hatten großen Spaß und bewiesen viel Fantasie beim Dekorieren der Plätzchen. Dabei wurden sie vom „Team igefa“ tatkräftig unterstützt.

Im Gepäck hatten die Auszubildenden außerdem noch Spielzeug, Kinderbekleidung und zwei Kinderfahrräder, die im Vorfeld des Termins unter den igefa-Mitarbeitern gesammelt wurden. Die sehr gut erhaltenen Sachen werden entweder nach Bedarf an Familien verteilt oder in den Berliner Einrichtungen der Arche genutzt. Darüber hinaus stellte die igefa dem Standort Hellersdorf auch zahlreiche Reinigungs- und Hygieneartikel – wie zum Beispiel Schwämme, Müllbeutel oder Spülmittel – zur Verfügung.

Die Arche ist eine soziale Institution, die sich vorrangig um Kinder- und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien kümmert. Die Kinder erhalten in den mehr als 20 Standorten in Deutschland ein kostenloses Mittagessen und profitieren von vielen Lern- und Freizeit-Angeboten. In Berlin-Hellersdorf werden pro Tag bis zu 300 Kinder im Alter zwischen 2 und 18 Jahren betreut. Von 12 bis 18 Uhr öffnet die Einrichtung ihre Türen. Bei Schulkindern wird darauf geachtet, dass zuerst die Hausaufgaben erledigt werden. Danach werden die unterschiedlichsten Aktivitäten angeboten: Vom Gitarren- oder Kochkurs über die „Schnitzeljagd“ bis hin zum Fußball-Turnier. Während sich die Kleineren in der „Gummizelle“ – einem Raum zum Austoben – auspowern, nutzen die Älteren die Räumlichkeiten zum Beispiel freitags für einen Disco-Abend oder spielen mit Arche-Mitarbeitern ein Bewerbungsgespräch durch.

Die Familienunternehmen innerhalb der igefa leisten seit vielen Jahren ihren Beitrag, um die Situation benachteiligter und in Not geratener Menschen zu verbessern. Aktionstage, wie der in der Arche, sind zudem ein wichtiger Teil des Ausbildungsprogramms der igefa, welche jährlich neue, motivierte Azubis einstellt. „Wir sind sehr stolz auf unsere Lehrlinge, die diese Termine nicht als lästiges Pflichtprogramm, sondern als Selbstverständlichkeit und wertvolle Erfahrung empfinden“, erläutert Ausbilderin Michaela Berndt. Beatrice Popp, ebenfalls Ausbilderin in der Zentrale, ergänzt: „Bei uns meldeten sich zum Beispiel einige Azubis auf Eigeninitiative für einen zweiten Arbeitseinsatz an einem anderen Tag, um auch die letzten Tapetenreste von der Wand zu entfernen.“