COVID-19-Antigen-Schnelltests für Ihren Schutz

Um schneller stark Infizierte zu ermitteln und so die Infektionsgefahr zu vermindern, können die sogenannten Antigentests angewendet werden. Diese liefern weitaus schneller ein Ergebnis als PCR-Tests, sind allerdings weniger präzise. Nichtsdestotrotz können sie innerhalb weniger Minuten aktive Infektionen erkennen. Dabei wird nicht wie beim PCR-Test das Erbmaterial des Virus aufgespürt, sondern bestimmte Proteine. Auch wenn die Genauigkeit und Empfindlichkeit der Antigentests nicht so hoch sind wie die des PCR-Tests, so können die Antigentests häufiger und mit schnellerem Ergebnis eingesetzt werden und so deutlich zur Verminderung der Ansteckungsrisiken beitragen.

Dies ist sicherlich für viele Einsatzorte wichtig und gefragt, sei es in der Industrie, in Kommunen oder natürlich auch im Gesundheitswesen. Für letzteres spielt die „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV)“ vom 15. Oktober 2020 eine große Rolle, da nun zugelassene ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Angebote zur Unterstützung im Alltag eine bestimmte Menge an Point-of-Care-Antigentest beschaffen und nutzen können. Die Sachkostenpauschale für die PoC-Antigentests beträgt zurzeit maximal 9 €. Für stationäre Einrichtungen sind bis zu 30, für ambulante Einrichtungen bis zu 15 PoC-Antigentests je pflegebedürftiger Person pro Monat erstattungsfähig. (Stand: 07.12.2020). Die PoC-Antigen-Schnelltests bieten die Möglichkeit, mehr zu testen und frühzeitig Infektionen zu erkennen. Regelmäßige Schnelltests von Bewohnern, Mitarbeitern und Besuchern sollen in den Einrichtungen des Gesundheitswesens die Verbreitung des Corona-Virus verhindern.

Bei der Verwendung der PoC-Tests sollte grundsätzlich anlassbezogen und zielgerichtet vorgegangen werden, auch unter Berücksichtigung der regionalen epidemiologischen Lage. Die PoC-Tests sind weiterhin nur ein Teil der vorbeugenden Maßnahmen, es gilt weiterhin, die AHA+L-Regeln einzuhalten: Abstand, Hygiene, Alltags-/Atemschutzmasken, Lüften.

Vorgehensweise zur Planung und Durchführung von PoC-Antigen-Tests

  1. Grundlage ist die Erstellung eines einrichtungsbezogenen Testkonzeptes. Dieses Testkonzept sowie die darin ausgewiesene Menge an Tests werden mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt.
  2. Die Testkits können Sie bei der igefa erwerben. Sie müssen die personellen und strukturellen Voraussetzungen schaffen.
  3. Nun können Sie Ihre Beschäftigten, Pflegebedürftigen, deren Angehörige und Besucher informieren sowie eine Ablaufplanung für die regelmäßigen Testungen erstellen.
  4. Testphase 1: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zuerst getestet. Die Information und Organisation erfolgt im Rahmen der internen Aufgaben- und Dienstplangestaltung.
  5. Testphase 2: Die Pflegebedürftigen bzw. deren gesetzliche Betreuer werden über die Testung informiert. Es besteht keine Verpflichtung zur Testung.
  6. Testphase 3: Für die Testung der Besuchspersonen muss im Zusammenhang mit dem Besuchskonzept eine Planung bzw. Terminabstimmung erfolgen, ein Test- und Warteraum muss eingerichtet werden, Informationen und Ansprechpartner müssen zur Verfügung stehen. Auch hier besteht keine Verpflichtung zur Testung.
  7. Sollte ein Testergebnis positiv sein, muss dies umgehend der getesteten Person mitgeteilt werden. Es folgen die Mitteilung an das zuständige Gesundheitsamt sowie die Ergreifung aller nötigen Schutzmaßnahmen (PSA, Zutrittsverbot in die Einrichtung).

Worauf muss bei der Testung geachtet werden?

  1. Die Antigentests dürfen nur von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. Dazu zählen auch Pflegefachkräfte mit abgeschlossener 3-jähriger Berufsausbildung. Eine Einweisung des Fachpersonals oder der Pflegefachkraft ist erforderlich.
  2. Während der Testdurchführung ist das Tragen von Schutzausrüstung unabdingbar. Hierzu gehören mindestens eine FFP2-Maske sowie Handschuhe und Schutzkittel sowie Schutzbrillen oder Visiere. Bei einer Kontamination der Schutzausrüstung ist diese zu wechseln. Der Abfall ist nach Testdurchführung entsprechend der ABAS-Empfehlung „Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Point-of-Care-SARS-CoV-2 Diagnostik“ zu entsorgen.
  3. Sie sollten ggf. eine wöchentliche Testung mit PoC-Antigentests einplanen, da in der Test-Verordnung festgelegt ist, dass Testungen von Beschäftigten, Pflegebedürftigen und Besuchern für jeden Einzelfall einmal pro Woche wiederholt werden können.
  4. Die Anwendung eines Antigentests dauert je nach Hersteller etwa 20 Minuten. Nach Entnahme des Abstrichs ist entsprechend der Gebrauchsinformation die Analyse desselben vorzunehmen.
  5. Weisen Sie geeignete Räumlichkeiten sowohl für die Testung als auch für die Wartezeit aus. Das Infektionsrisiko sollte hier möglichst gering sein und Stoßzeiten an Wochenenden müssen berücksichtigt werden.
  6. Ambulante Pflegedienste sollten bei der Routenplanung für die PoC-Antigen-Testung sicherstellen, dass die zu Pflegenden zuhause erreichbar sind. Auch an ausreichende Schutzausrüstung sowie ggf. zusätzliches Personal ist zu denken. Falls das dafür geeignete Personal die Testung durchführt, kann diese auch im Rahmen der Routine-Pflege durchgeführt werden.
  7. Eine umfassende und ausführliche Dokumentation über alle Tests und Testergebnisse sollte – möglichst digital – geführt werden. Hierzu gehören: Wer wurde wann und mit welchem Ergebnis getestet? Waren Symptome vorhanden, und welche? Wurde das positive Ergebnis an das Gesundheitsamt gemeldet, und wann? Die Belange des Datenschutzes sind zu berücksichtigen.

Das igefa-Angebot

Neu im igefa-Sortiment sind zwei verschiedene Antigen-Schnelltests:

Der mö-screen COVID-19 Antigen-Schnelltest überzeugt mit höchster Qualität, ist made in Germany, und beim BfArM gelistet. Die Handhabung ist einfach und der Test liefert mit einer Sensitivität von 96,72 % und einer Spezifität von 99,22 % zuverlässige Ergebnisse in nur 15 Minuten. Die Testkits haben eine 24-monatige Haltbarkeit und können bei Raumtemperatur gelagert werden.

Der Novel Coronavirus 2019-nCoV-Antigentest (Kolloidales Gold) ist ebenfalls beim BfArM gelistet und qualitativ sehr hochwertig. Mit seiner leichten Handhabung, einer Sensitivität von 96,62 % und einer Spezifität von 99,76 % liefert er schnell und zuverlässig die Ergebnisse innerhalb von nur 15 Minuten. Die Testkits haben eine 18-monatige Haltbarkeit und können bei Raumtemperatur gelagert werden.

Unsere Experten unterstützen Sie gern bei der Erstellung eines individuellen Testkonzeptes zur Vorlage beim Gesundheitsamt.

Bei der igefa finden Sie auch die ergänzenden Produkte zum persönlichen Schutz im Sortiment: Untersuchungshandschuhe, FFP2-Maske sowie medizinischer Mund-Nasen-Schutz, Schutzbrille, -kittel und Overall sorgen dafür, dass die Testung sicher durchgeführt werden kann.

Sie interessieren sich für die Antigentests oder das ergänzende Sortiment zur Persönlichen Schutzausrüstung? Wenden Sie sich einfach an Ihren persönlichen Ansprechpartner

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