Fürs Leben gelernt - der 4. Hospitationstag bei Henry Kruse

Tugay Yagmur ist Auszubildender des Klinikums Itzehoe und hospitierte bei der Henry Kruse GmbH & Co. KG in Neumünster. In der Artikelserie gibt er einen Einblick in seine Erlebnisse. Heute hat er nach eigenen Angaben fürs Leben gelernt.

Berufskraftfahrer Kruse

Warum Helge Spaß an der Arbeit als Berufskraftfahrer hat

Mein vierter Tag, Freitag. Der Tag begann sehr früh für mich, um 5:30 in Neumünster und den Kaffee gab es auch schon während der Fahrt. Angekommen setzte ich mich nochmal hin und wartete auf Helge Hass, den Berufskraftfahrer, der heute für mich zuständig war. Ich saß am Schreibtisch, schaute auf die Uhrzeit und realisierte im Nachhinein, wie früh es eigentlich war.

Dann kam schon Helge, ausgeschlafen, munter und voller Energie und sagte „Auf geht es Kleiner“ und ich schaute ihn verwundert an und fragte ihn, wieso er am frühen Morgen schon solch eine gute Laune hat. Er sagte, dass er Spaß bei der Arbeit habe und sich freue, wenn er seine Arbeit erledigt hat und die Kunden zufrieden sind, weil er es dann auch sei. Ich schmunzelte und setzte mich in den LKW. Nach kurzer Fahrt waren wir schon beim ersten Kunden und Helge sagte, dass ich Schlafmütze aufwachen solle.

Kurzer Schluck vom Kaffee und angekommen beim Kunden wurde Helge mit einem seiner Kosenamen begrüßt und es gab Küsschen links und Küsschen rechts. Ich hatte nicht das Gefühl, als wäre man auf Arbeit. Es kam mir vor, als würden wir Freunde und Bekannte besuchen, denn es herrschte eine sehr lockere Stimmung. Ich schaute links rüber zu Helge und grinste einfach, denn jetzt verstand ich, wieso er heute Morgen so gut gelaunt war. Helge erzählte mir, dass er schon seit knapp 20 Jahren im Betrieb sei und dass er immer noch so viel Spaß hat wie am ersten Tag. Er schaute mich an und sagte:

„Tugay, die Arbeit die du ausübst, die muss dir Spaß machen und wir verdienen unser Geld durch die Kunden und deshalb ist es auch sehr wichtig, das Verhältnis zwischen uns und den Kunden zu pflegen, denn das Leben ist ein Geben und Nehmen. Du bekommst immer, was du gibst“.

So ging der Tag weiter, Kunde für Kunde, Witz für Witz, aber wir erledigten unsere Aufgabe sorgfältig und zuverlässig. Fachlich gab es wenig zu besprechen, da der größte Teil für mich selbsterklärend war. Dann machten Helge und ich Mittagspause und er bestand darauf, mich Azubi einzuladen. Nochmal danke dafür und das nächste Mal lade ich dich ein. Fertig mit der Auslieferungstour entluden wir die Leerpaletten aus unserem LKW und hatten Feierabend.

Mein Fazit: eine gelungene Hospitation

Kruse Neumünster Flur

Mein Fazit zur Henry Kruse GmbH & Co. KG ist sehr positiv. Meiner Meinung nach fand ich die Hospitation sehr gelungen. Die Anfahrtsmöglichkeit aber auch die Parkmöglichkeiten waren optimal. Auch der Hospitationszeitpunkt war gut gewählt, denn im ersten Lehrjahr hat man nicht das Fachwissen, gezielt Fragen zu stellen. Ich fühlte mich die ganze Woche hinweg wohl und war ein Teil eines großen Ganzen. Der Betrieb machte einen sehr sauberen Eindruck und die Kollegen kamen auch sehr kompetent rüber. Ich habe sehr viel gesehen, viele Fragen gestellt und auch sehr viel gelernt. Mir hat die Woche sehr gut gefallen und ich denke, es wird jedem Hospitanten oder auch Praktikanten gefallen.

An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an Frau Thomsen, Herr Közle, Herr Neuner und meine Vorgesetzten, dass mir die Hospitationsmöglichkeit geboten wurde. Auch ein herzliches Dankeschön an die Kollegen, die Zeit für mich gefunden haben und mir Abläufe erklärt, aber auch auf meine Fragen geantwortet haben. Außerdem ein ganz großes Dankeschön an Helge Hass, bei dem ich am meisten gelernt habe, weniger fachlich, da es für mich selbsterklärend war, sondern mehr menschlich. Du hast mir in vielen Punkten die Augen geöffnet und mir Kraft und Motivation für das weitere Leben gegeben. Du sagtest, dass man nicht immer an dem hängen soll, was man verloren oder sogar nicht hat, sondern sich auf das konzentrieren soll, was man hat und was man erreichen möchte. Jeder hat mal Schicksalsschläge, schlechte Tage, doch es kommt immer darauf an, dass man wieder aufsteht, weiter macht und seine Ziele nicht aus dem Auge verliert.

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